Ollie[at]Concert ♫♪♫

02/01/2014

Jahresrückblick 2013

25.01. We Have Band  -  Hamburg

21.02. NME Shockwaves Tour  -  Brighton (Palma Violets, Peace, Miles Kane, Django Django)

04.03. The Killers  -  Hamburg

16.03. Hurts  -  Hamburg

30.03. Shout Out Louds  -  Berlin

05.04. Mystery Jets  -  Hamburg

06.04. Peace  -  Hamburg

20.04. Totally Overrated Youngsters  -  Rostock

26.04. Retro Stefson  -  Rostock

09.05. Swim Deep  -  Hamburg

14.06. Miles Kane  -  Berlin

21.-23.06. Hurricane Festival (Skaters, Shout Out Louds, Rammstein, The Hives, Gogol Bordello, The Maccabees, City & Colour, Bloc Party, Of Monsters & Men, Kasabian, Arctic Monkeys, Swim Deep, Macklemore, Alt-J, Two door Cinema Club, Paul Kalkbrenner)

16.-17.08. Dockville Festival (Raptile Youth, Ms Mr, Leslie Clio, TEED, When Saints Go Machine, Kitty, Daisy & Lewis, Stealing Sheep, The Lumineers, Foals)

05.09. First We Take Festival (Fenech-Soler)

06.-07.09. Berlin Festival (Blur, Ellie Goulding, White Lies, Dillon, Klaxons, Capital Cities, Bastille, The Sounds, Fenech-Soler)

27.09. Reeperbahn Festival (Fenech-Soler)

05.11. Arctic Monkeys  – Berlin

11.11. Panic! At The Diso  -  Hamburg

12.11. Ms Mr  -  Hamburg

13.11. The Sounds  -  Hamburg

14.11. Swim Deep  -  Hamburg

15.11. Hurts  -  Hamburg

16.11. Oh Land  -  Hamburg

17.11. Deap Vally  -  Hamburg

20/11/2013

Deap Vally       17.11.2013       Molotow       Hamburg

Ich muss ja sagen, beim siebten Konzert in dieser Woche war ich schon grenzwertig Kaputt. Darum waren die ziemlich alternativen, ziemlich lange Instrumental Rock spielende Vorband Juu Juu schon eher ein Krampf für mich. Auch wenn die beiden ein irgendwie eindrucksvolles Bild abgaben, von dem ich mich nicht lösen konnte, deswegen auch nicht eingeschlafen.

Deap Vally, die beiden Grungerockbräute aus Kalifornien dagegen rockten anständig. Allerdings konnten sie das ein bisschen zu alte männliche Publikum (sie waren in Hamburg mal Vorband von Muse, kommt es daher?) nicht ganz so auftauen und bewegen, wie ich es ihnen gewünscht hätte. Wenn bei einem dermaßen rockigem Konzert in einem dermaßen kleinen Club so wenigen mitgehen, ist es schon ein bisschen traurig. Die beiden schienen mir auch nicht so gut drauf zu sein. Live war der Sound vom Debüt Album “Sistrionix“ auch nicht umzusetzen, nicht in dem noch verkleinerten Konzertraum den Molotows. Lindsey Troy und Julie Edwards sahen dafür wie immer ziemlich heiß aus und donnerten ihre Songs mit dem nötigen Selbstbewusstsein dem Publikum vor den Latz.

PS.: Es ist schwer zu sagen (und schon gar nicht zu googlen) wie alt die beiden sind, aber ich würde tippen, eher älter als ich….

 

Oh Land      16.11.2013       Indra       Hamburg

 

Ich habe das Indra zuvor noch nie so gerappelt voll gesehen. Es war kaum noch ein durchkommen in dem kleinen Club, der unter anderem durch einen auftritt der Beatles vor ungefähr hundert Millionen Jahren berühmt geworden ist und noch heute damit wirbt.

 

Voller dänischer Blondinenalarm. Die Sängerin der Vorband Ballet School ist eher vom Kaliber Rockröhre und singt im Stil der Karen O. Nanna aka. Oh Land dagegen sieht aus wie ein kleines Püppchen (obwohl 85er Jahrgang), hats dafür aber faustdick hinter den Ohren. Sie ist schon eine sehr gute Entertainerin und Sängerin. Zudem wird zwischen den Songs auch noch alles Mögliche von der Seele geredet. Alles was sie auf Deutsch sagen kann musste sie ausprobieren. Zudem noch angeblich Song relevante Hintergrundgeschichten von Vögeln auf Flughäfen und so was. Nichts desto trotz hat sie eine wirklich schöne Pop Stimme (ich musste ein bissen an die ehem. Sängerin der ehem. Kabeedies denken). Zwei Tourmusiker und eine schwangere (!) Backroundsängerin komplettierten das Bild auf der Bühne. Leider war das genaue Konzept der Musik nicht so ganz zu erkennen. Trotz drei Alben scheint sie sich noch nicht gefunden zu haben, da von der Ballade bis zum Rapgedöns durchs Megafon alles dabei war. Vielleicht war sie nach der Tour mit Katy Perry auch verwirrt. Das Publikum war ebenso vielschichtig. Von Leuten, die schon zu Beatles Zeiten da waren bis hin zu denen, die gerade der Pubertät entsprungen sind. Gerade gefesselt war ich von der in Deutschland erst seit kurzem bekannten Musikerin nicht, aber der Abend war ganz nett.

 

 

17/11/2013

Hurts     15.11.2013     Alsterdorfer Sporthalle    Hamburg

Supp.: Pegasus (Bild 1), Glasvegas (Bild 2)

Hurts 15.11.2013 Alsterdorfer Sporthalle Hamburg

Ein Phänomen: Immer wenn ich denke, ich brauche eigentlich nicht mehr zu den Konzerten von Hurts gehen, weil ich die Show schon auswendig kenne, muss ich mich eines Besseren belehren lassen. Wieder stand ich in der langen Schlage für die guten Plätze (diesmal Tribüne) mit der Absicht, das letzte Mal zu Hurts… und dann sowas…

Die zwei Vorbands hätte man sich meinetwegen auch sparen können.

Pegasus aus der Schweiz waren noch ganz niedlich mit ihrer Pop Euphorie. Die kamen mir aber wie die Schweizer Interpretation einer Boyband vor. Alle dieselben Frisuren und Klamotten es wirkte alles ein bisschen aufgesetzt.

Dann Glasvegas, die ich noch nie besonders gut fand. Die verschlucken sich live dermaßen an ihrem überdimensionalen Sound, da hätte man sich die Songtexte auch sparen können.

Zum Glück hatten die Vorbands jeweils nur 20 Minuten zur Verfügung.

Und dann musste ich feststellen, dass ich mir Hurts wohl doch immer und immer wieder ansehen werde wenn sie mal wieder in der Nähe sind.

Hurts live wird nie langweilig. Das gesamte Bühnenbild und Tourmusikerkonzept wurde mal wieder verändert. Das einzige das immer gleich bleibt, sind die beiden Typen in der Mitte, Adam und Theo. Der Sound in der Sporthalle war bombastisch. Die Mitsingchöre und Handylichter ließen einem Schauer über den Rücken laufen. Theo hatte sichtlich Spaß daran, die Menschenmengen zu dirigieren. Und dann noch der deutsche Coversong (kürzlich auf einer B-Seite erschienen) „Ohne Dich“ von Selig.

Dass Theo deutsch mittlerweile ziemlich gut spricht wissen ja die meisten, aber live deutsch zu singen ist echt eine Leistung. Am Ende hatten sie sich den tobenden Applaus redlich verdienst. Die Ovationen scheinen die beiden Nordengländer immer noch ziemlich zu beeindrucken – sehr sympathisch.

 

 

 

Swim Deep     14.11.2013     Molotow    Hamburg

 

Das war so eigentlich nicht geplant, aber doch ganz gut –  das dritte Mal Swim Deep dieses Jahr.

Local Support waren The Dashwoods (Bild 2). Eine auf den Indie Zug aufgestiegene Youngster Band ohne Wiedererkennungswert.

Das muss man Swim Deep lassen, die würde ich einfach überall wiedererkennen. Jeder ihrer Bühnenauftritte ist dermaßen eigen, dass man hinschauen muss und letztlich auch hinhören muss. Instrumental haben sich die Engländer seit April auch weiterentwickelt. Lead Gitarrist Tom Higgins ist sogar ziemlich gut. Swim Deep sind noch am Anfang ihrer (vielleicht) Karriere und da Übung bekanntlich Meister macht, würde ich stetiges weiter touren empfehlen und den aktuellen Hype nicht so persönlich nehmen.

 

15/11/2013

The Sounds     13.11.2013      Grünspan    Hamburg    

Supp.: Viktor and the Blood (Bild 1)

The Sounds waren wie immer: einfach nur mega gut! Der ganze Auftritt war eine einzige Party, das ganze Publikum war eine einzige Party.

Viktor and the Blood waren für mich irgendwie seltsam als Vorband, da sie aus ehmaligen Mitgliedern der Bands Mando Diao und Sugarplum Fairy besteht. Wer die Umstände um diese Formation kannt, konnte das nur seltsamt finden.

MS MR      12.11.2013    Kampnagel          Hamburg

MS MR 12.11.2013 Kampnagel Hamburg

Ich war vorher noch nie im Kulturzentrum Kampnagel. Die Venue schien auch mehr für Theater- und Tanzaufführungen ausgelegt zu sein. Allerdings passten in die Halle K6, inkl. Sitzplätzen, ca. 1000 Leute. Eine Größe, die ich bei MS MR dann doch nicht erwartet hatte. Eine Größe die offensichtlich auch Lizzy Plapinger nicht erwartet hatte, schien mir, so wie sie ungläubig auf die Menschenmenge glotzte. Allerdings gabs da gar nicht so viel zu gucken. Denn das Publikum war größtenteils aus Neugierde hier, weil sie die Hitsingle „Hurricane“  (und/oder diverse Verwendung in TV-Werbung)kannten, die schon bald ein Jahr in den bekannten Indie Radios hoch und runter dudelt. Dazu kamen natürlich noch Eltern die Grüppchen von minderjährigen Mädchen beaufsichtigen. Der Geist von MS MR wurde bis auf zwei Hände voll echter Fans nicht erfasst.

Die Vorband aus Liverpool, Outfit, passte zum Gros des Publikums – sie waren langweilig. Es war ein bisschen so als wollten sie wie Whitest Boy Alive klingen, konnten es aber nicht. Aber mal abgesehen von alledem hatte ich meinen Spaß. Lizzy strahlt so viel Energie aus, dass ich wirklich nicht verstehn konnte, wie man da nicht mitgehen kann.

Die Setlist war im Großen und Ganzen dieselbe wie auf dem Dockville Festival. Da das Debüt Album „Secondhand Rapture“ bereits seit Anfang 2013 draußen ist, hätte man eigentlich den einen oder anderen neuen Song erwarten können.

Um ihr Set voll zu kriegen spielen MS MR in der Regel ein paar Coversongs. An dieser Stelle kam das Highlight meines Abends. MSMR coverten „Do I Wanna Know“ von den Arctic Monkeys. Wer hätte gedacht, dass ich diesen Songs genau eine Woche später wieder live hören sollte.

Panic! At The Disco        11.11.2013       Logo      Hamburg

 

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll…

Zunächst mal war ich irgendwie verwirrt als das Tourannouncment das Logo als Veranstaltungsort für Hamburg verwies. Ich war zwar zuvor noch nie dagewesen, aus vertrauten quellen wurde mir aber bestätigt, dass es sich um einer der kleineren Venues der Stadt handelt. Sofort ein Ticket gekauft, weil bestimmt gleich ausverkauft. Aufregung pur und dann: ein Album mit dem ich nichts anfangen kann, das Logo war wochenlang nicht sold out und zu guter Letzt, der 11.11.

 

Vorband waren die New Yorker New Politics. Vom Sound und style hätte ich sie an den LA Boulevard als Strand/Straßen-Band eingeordnet. Ich geb ja zu, die waren ganz lustig und …naja…sunny. Aber irgendwie ist die Zeit noch nicht reif für Newcomerbands die den Sound der End-90er wiederholen oder?

Gut dachte ich, lass sie spielen und an diversen Säulen der Venue heraufklettern. Lass sie einfach, sind ja nur die Vorband.

 

Ich muss vorwegnehmen, dass es immer wieder erstaunlich ist, dass PATD mit jedem neuen Album neues sehr junges Publikum anlocken. Demnach fühle ich mich bei jedem weiteren Konzert der Band älter. Das gefällt mir ganz und gar nicht, damit das mal klargestellt ist. Ich möchte keine Personalausweiskontrollen bei Konzerten mehr über mich ergehen lassen.

 

Das was dann live kam, war nur wirklich nicht das was ich erwarten hatte. Der letzte Auftritt vor zwei Jahren im Hamburger Grünspan war so gut gewesen. Das Logo bot nur schlechten Sound, zu schlechten Sound für eine Band wie PATD, Brendon Urie der noch tags zuvor überlegte den Gig ausfallen zulassen da seine Stimme komplett am Boden war und ein neues Album dass auch live nicht meins ist. Aber das Publikum, dass sang, dass sang sich die Kehle aus dem Leib um Brendon zu unterstützen. Ich war beeindruckt von dem Publikum. Man meinte eine Newcomer Band kurz vor dem großen Durchbruch zu sehen, leider war dies eine Band auf dem Abstieg. Ich möchte nichts Schlechtes über eine Band schreiben, die mich einst einmal so beeindruckte, aber ich kann jetzt wirklich nicht mehr mitmachen. „Nine In The Afternoon“ und „I Write Sins Not Tragedies“ sang ich auch aus vollem Herzen mit, alles andere konnte ich nicht als PATD erkennen. Es tut mir leid, aber nein, nein, nein, so geht das nicht.

 

Dabei ist Brendon Urie doch so ein grundsympatischer lustiger Typ. Ich gönne ihm den Erfolg mit der Musik, er hat  ja als ausgemachter Entertainer auch nicht viele alternativen, und wünsche ihm, dass es seiner Stimme bald wieder gut geht, denn auch seine Stimme ist es, was PATD ausmacht. Auch wenn von der Originalbesetzung nicht mehr viel übrig ist.

 

 

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